Mittelstandsvereinigung fordert einfachere Ausbildungsförderung! Dienstag, 05.05.2009

MITDie Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU fordert einen einfachen und unbürokratischen Zugang zu Fördergeldern für Ausbildungsplätze. In einer Veranstaltung unter dem Titel „Mit Anstand durch die Krise” diskutierten Mitglieder der MIT und der Jungen Union mit Vertretern der Agentur für Arbeit Iserlohn und der Handelskammer. Ziel war es, den Arbeitgebern, Personalverantwortlichen und Jugendlichen, einen Überblick über den aktuellen Stand der Ausbildungssituation im Märkischen Kreis zu bieten. Dabei stellte sich heraus, dass die Krise noch nicht den Ausbildungsmarkt erreicht hat. Frau Pankau von der Agentur für Arbeit Iserlohn stellte fest: „Alle Arbeitgeber im Märkischen Kreis bemühen sich, die aktuellen Ausbildungsplätze auch im nächsten Jahr anzubieten. Allerdings spüren wir schon eine Zurückhaltung bei Betrieben.” Herr Lux, Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsbereiches „Berufliche Bildung” betonte, dass es nun überlebenswichtig für die heimischen Betriebe sei, in die Zukunft zu investieren: „Wenn heute nicht ausgebildet wird, fehlen im Aufschwung die Facharbeiter!” Die SIHK bietet Unternehmen eine Vielzahl von Förderungen an. Ziel sei es hier, besonders kleinere Betriebe in die Lage zu versetzen, eigene Auszubildende zu beschäftigen. Bewährt habe sich dabei besonders das Angebot der Lehrwerkstätten, in denen Azubis die Inhalte lernen können, die in kleineren Betrieben nicht vermittelt werden können.

Die MIT wird zum kommenden „Tag des Ausbildungsplatzes” ihre Mitglieder dazu aufrufen, weitere Ausbildungsplätze zu schaffen und bestehende Angebote zu wahren. Das sei nicht nur eine Frage des Anstandes und der Verantwortung für die Jugendlichen, sondern auch eine Überlebensstrategie für die Zukunft. Dazu gehöre aber auch, so der MIT Vorsitzende Ralf Schwarzkopf, dass die Schüler anständig lernen, damit diese überhaupt ausbildungsfähig sind. Hier gebe es noch immer Wissensdefizite, die manchem Personalreferenten beim Lesen der Bewerbungen die Tränen in die Augen treibe.

3 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. Josh sagt:

    Vertreter der Jungen Union kritisierten besonders, daß nach allen notwendigen Maßnahmen für Hauptschüler nun die Realschüler „unter die Räder“ kämen. Diese scheinen nicht mehr auf dem Radar der Politiker wahrgenommen zu werden.

  2. Chris sagt:

    Desweiteren sollte mehr für die Verknüpfung zwischen Schulen (aller Schulformen) und der Wirtschaft hergestellt werden, damit schon früh Ziele und Aussichten entwickelt werden können.
    Die Schüler müssen erkennen, wozu sie die Schulbildung genießen und eine Vorstellung von Berufen bekommen, sodass sie (die Schüler) sich nicht falsch einschätzen und letztlich an ihren Vorstellungen scheitern.
    Für Unternehmen ist es weiterhin interessant, gute, talentierte oder auch “nur” interessierte Schüler für sich als potentielle Arbeitnehmer und Mitarbeiter zu gewinnen.

    Was ich deshalb als positiv erachte sind:
    -Berufsbezogene Aufgaben (z.B. in Mathematik und Physik sowie berufliches Englisch)
    -Regelmäßige Infoveranstaltung für mögliche Ausbildungs- und Weiterschulungsangebote (Berufsbildene Schulen) zu ermöglichen
    - Praktika in Klasse 9/10 und 11
    - Gespräche zwischen Vertretern der Wirtschaft und Lehrern, Schülern und Elternvertretungen

  3. Dr. Heider sagt:

    Ich will mich besonders dafür einsetzen, daß Fördergelder des Bundes mit weniger bürokratischem Aufwand abgerufen werden können. Die Unternehmen müssen jetzt hart dafür arbeiten, die Krise zu überleben. Sie können sich dabei nicht noch durch den Wust von Vorschriften kämpfen, wenn sie Ausbildungsplätze sichern wollen.
    Dr. Matthias Heider Kandidat für den Bundestag

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