CDU Lüdenscheid befürwortet Anliegen der Ärzte Mittwoch, 03.06.2009

Heute Nachmittag trafen sich Lüdenscheider Ärzte und Ihre Patienten zu einem Demonstrationszug durch die Innenstadt.
Auch die heimische CDU war am Sternplatz präsent um die Forderungen der Ärzte und Patienten zu unterstützen.
Grund für diese Protestaktion ist die fehlende Bereitschaft der Krankenkassen sogenannte Hausarztverträge wie in anderen Bundesländern bereits etabliert abzuschließen, diese sind gesetzlich vorgeschrieben und sollen die wohnortnahe Versorgung der Patienten sichern. Auch die anwesenden Fachärzte zeigten volle Unterstützung, zumal auch hier Gespräche zu möglichen Facharztverträgen von den Kassen bisher ignoriert wurden. Die derzeitige Honorierung über die Kassenärztliche Vereinigung lässt keine kostendeckende Vorsorgung der Bevölkerung zu, so erhalten Hausärzte etwa 11 Euro pro Monat und Patient für die gesamte Basisversorgung; für die Schmerztherapie beispielsweise stehen nur 17,27 Euro pro Patient im gesamten Quartal zur Verfügung. Vom Rathausplatz aus zogen ca. 300 Patienten und ihre Mediziner am Gebäude der Barmer Ersatzkasse vorbei, um die Christus-kirche herum zur AOK und anschließend zurück zur DAK. Den Bezirks- und Regionalleitern der AOK Lüdenscheid wurden stellvertretend für die anderen Krankenkassen, mehr als 7500 Unterschriften von Patienten übergeben, die allein bei den Lüdenscheider Hausärzten in den letzten sechs Wochen ihre Stimme für eine ausreichende Honorierung ärztlicher Leistungen und damit für eine nachhaltige, wohnortnahe Versorgung abgegeben hatten.

Im direkten Gespräch mit den betroffenen Patienten und Ärzten stellte sich heraus, dass gerade durch immer mehr Reglementierungen im Gesundheitswesen letztlich die Versorgung der Menschen in kleinen Städten und auf dem Land gefährdet ist. Dies versuchen die Hausärzte durch ihre Aktionen den Bürgern darzulegen und fordern zu weiteren auch politischen Protesten auf, um die negativen Entwicklungen der letzten zwei Legislaturperioden zu beenden.

3 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. Dr. sagt:

    Acht Jahre Ulla Schmidt.
    Acht Jahre Demontage des besten Gesundheitssystems der Welt.
    Acht Jahre Abbau der freien Arztpraxen.
    Acht Jahre Politik für Klinikkonzerne, gegen freie Arztpraxen.
    Zukünftig Behandlung in anonymen Klinikambulanzen.
    Das von Ulla Schmidt maßgeblich beeinflusste System des deutschen Gesundheitswesens ähnelt einer dirigistischen Verwaltungsbürokratie kommunistischer Prägung in lehrbuchartiger Genauigkeit.

  2. schwarzgelbe sagt:

    Wählen sie was sie wollen aber nicht SPD!!
    Wer weiterhin SPD wählt, wählt den weiteren Sozialabbau im Gesundheitswesen.
    ROT und vor allem ROT/ROT ist unser Untergang und auch eine große Koalition hilft uns hier nicht weiter.
    Alle Betroffenen beobachten aufmerksam, ob sich Tendenzen in der CDU/CSU, diese Politik zu stoppen, auch in den Wahlprogrammen wieder finden werden.
    Über den Stand der Dinge der Gesundheitspolitik finden sie hier weitere Informationen: http://www.arztwiki.de/wiki/2009

  3. Susanne Mewes sagt:

    Zum Thema „Gesundheitsreform“ traf sich die Lüdenscheider CDU bereits am 29.04. zu einer Informationsveranstaltung. Zwei Ärzte der Praxisklinik am Rathausplatz informierten die heimische CDU über die Problematik der Gesundheitspolitik.
    (www.team-luedenscheid.de/2009/05/01/gesundheitsreform-und-arztliche-honorare)

    Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle, dass der CDU Bundestagskandidat für den Märkischen Kreis und Kreis Olpe Dr. Matthias Heider an dieser Veranstaltung teilgenommen hat. Er wird nach erfolgreicher Wahl am 27. September die Sorgen und Nöte der Patienten und Ärzte mit nach Berlin nehmen und sich dort für sie einsetzen!

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