Am 05. und 06. Juni 2009 fand in den Räumen des Bergstadt-Gymnasiums die Zukunftskonferenz Kultur statt.
Was stört SIE, was gefällt IHNEN und was fehlt IHNEN? - Gestalten SIE mit!
So der Aufruf an alle Lüdenscheider Bürgerinnen und Bürger in der Pausenhalle des Gymnasiums .
Und erfreulich viele Bergstädter sind diesem Aufruf gefolgt.
Mehr als hundert Teilnehmer haben an beiden Tagen in Gesprächsrunden und Foren über die Kultureinrichtungen unserer Stadt diskutiert. Hierbei wurde vor allem näher beleuchtet, welch gute Arbeit die vorhandenen Einrichtungen bereits leisten, welche Änderungen wünschenswert wären und wo noch Verbesserungspotentiale liegen. Damit möglichst alle Teilnehmer entsprechend eingebunden wurden, führte ein erfahrenes Moderatorenduo durch die Veranstaltung.
Einig waren sich die Besucher schließlich, dass wir in Lüdenscheid bereits über gute Angebote verfügen, diese jedoch mehr vernetzt werden müssten und den Bürgern zugänglicher und vielleicht auch verständlicher näher gebracht werden sollten. Ebenso herrschte Einverständnis darüber, dass auch die schwierige Haushaltslage der öffentlichen Kassen in der aktuellen wirtschaftlich schwachen Zeit nicht Anlass sein darf, Geldmittel in großem Maße bei den Kultureinrichtungen zu streichen.
Die CDU Lüdenscheid zeigt sich sehr erfreut, dass die Veranstaltung einen so großen Erfolg gebracht hat, da diese auf Antrag der CDU im Kulturausschuss durchgeführt wurde. Ebenso sieht sich die CDU in Ihrer Auffassung bestätigt, dass auch zukünftig alle Kultureinrichtungen in unserer Stadt erhalten bleiben müssen. Einen finanziellen Raubbau der Kultur in unserer Stadt wird es mit uns nicht geben. Zu einer attraktiven, liebens- und lebenswerten Heimatstadt gehört die Kultur einfach dazu.



Ich bin 30 Jahre alt, selbständiger Unternehmer, Lüdenscheider und Familienvater. Die Kultur in unserer Stadt ist ein wichtiger Standortfaktor der m.U. wichtig ist für jeden potentiellen Arbeitnehmer den ich aus der Großstadt nach Lüdenscheid bringen will. Und auch für meine Kinder darf Freizeit nicht vor dem TV-Gerät enden. Ich beschäftige mich seit Jahren mit der Entwicklung der Stadt gerade im Kulturbereich und rufe ganz klar dazu auf das aus städtischer Sicht die Wege geebnet werden, damit Interessengruppen eine Lobby haben kulturelle Veranstaltungen in Eigenregie durchzuführen. Hierfür müssen Plätze her und bspw. industrielle Freiflächen mit wenig Mitteln präpariert werden. Auch das Thema Plakatierung muss einen guten Kompromiss zwischen Werbewirksamkeit und Umweltschutz finden. Ich wünsche mir von den Parteien gerade in kulturellen Bereichen mehr Einsatz Kreative, Künstler, Musiker usw. zu mobilisieren. Die Zukunftskonferenz ist ein prima Anfang … hier muss weiter darauf gesetzt werden. Was wird die CDU in diese Richtungen unternehmen?
Genau dieses Engagement ist das, was die CDU auch zukünftig fördern und unterstützen möchte. Wir haben schon viel erreicht. Ich denke da besonders an den Rosengarten mit der öffentlichen Bühne, die Probenräume für junge Bands oder das vielfältige Programm des Kulturhauses von Kindertheater bis zum Bistro K. Vor allem das nicht öffentliche Engagement wird die CDU weiterhin unterstützen, da hiervon unsere Kultur in der Stadt lebt (wie z.B. die Waldbühne im Stadtpark). Die CDU wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass bei der Kultur nicht ständig der Rotstift angesetzt wird, was gerade von einigen anderen im Rat vertretenen Parteien immer und immer wieder versucht wird. Uns ist bewußt, dass es Kultur nicht zum Nulltarif geben kann.
Der Einsatz muss aus den verschiedenen Bereichen der Bürgerschaft kommen, aber die Politik kann und wird die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Bezüglich der Plakatierungen haben wir ja schließlich auch einen guten und praktikablen Kompromiss erzielen können.
Beeindruckend war die gute Resonanz an beiden Tagen der Veranstaltung. Den Moderatoren gelang es die zahlreichen Teilnehmer geschickt zum „Querdenken“ zu animieren, so wurde in den einzelnen Arbeitsgruppen zwar kontrovers aber zielorientiert diskutiert. Trotz teilweise gegensätzlicher Standpunkte, die die Teilnehmer vertraten, überwogen dennoch die Gemeinsamkeiten in der zukünftigen Entwicklung bzw. des derzeitigen Standes des Kulturangebotes in unserer Stadt. Auffällig war, dass die „gebürtigen“ Lüdenscheider weniger zufrieden mit dem Ist-Zustand sind, als unsere hinzugezogenen Bürger, diese waren dem vielfältigen kulturellen Angebot sehr zugetan und verteidigten dieses auch gegen Kritik. Hier sollten wir „Lünsche“ bei uns ansetzen und einmal schauen wie breit und qualitativ hochwertig die Lüdenscheider Kultur im Vergleich zu anderen Kommunen gleicher Größe aufgestellt ist.
Die Lüdenscheider CDU setzt sich dafür ein diese Vielfalt zu erhalten.