Kita Streiks und kein Ende in Sicht Donnerstag, 11.06.2009

Worum es geht: ErzieherInnen arbeiten sehr viel, werden aber schlecht bezahlt. Die Proteste gelten zunächst „nur” besserer Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Da für den Gehaltstarifvertrag noch die Friedenspflicht besteht, beziehen sich die Streiks nur auf die Forderung nach besserem Gesundheitsschutz. Es sollen Schallschluckdecken gegen den großen Lärm sowie ergonomische Möbel in den Kitas angeschafft werden.
Der Streik in den Lüdenscheider Kindertagesstätten soll voraussichtlich bis zu den Sommerferien andauern; so die Pläne der Gewerkschaft ver.di. Ohne ein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite werden sich Eltern und Träger der städtischen Einrichtungen auch auf weitere Maßnahmen einstellen müssen, hieß es seitens der Gewerkschaft. Zahlreiche Eltern sind mittlerweile verärgert über den Streik in den kommunalen Kindertagesstätten. Der Streik geht in die fünfte Woche. Die Nerven liegen blank. Omas, Opas und Freunde sind müde und manch Arbeitgeber zeigt wenig Toleranz. Größtenteils zeigen die Eltern Verständnis für die Forderungen der Erzieherinnen; wenn die Streiks dann aber zur Gefahr für die eigenen Arbeitsplätze werden ist die anfängliche Gelassenheit schnell verflogen.
Wie stehen SIE zu diesem Thema? Diskutieren SIE mit:

13 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. IrmaM. sagt:

    Der Streik wird auf den Schultern der Kinder und Eltern ausgetragen - und die Vertragsparteien benehmen sich wie im Kindergarten …

  2. TeddyBär sagt:

    Wir Mütter und Väter wünschen uns eine gute Betreuung , kleinere Gruppen und mehr Personal. Aber Dauerstreik ausgerechnet im Superwahljahr? Das ist Politik auf dem Rücken der Eltern. Sie werden von der Gewerkschaft benutzt - und sie können sich nicht wehren.

  3. Silke sagt:

    Mein Sohn will nicht in eine andere Einrichtung, er weint und will in “seine” Gruppe. Meine Nerven liegen blank. Auch andere Kinder klammern sich beim Abschied an ihre Eltern, als ob sie sie niemals wiedersehen würden. Das kann doch nicht der Sinn der Sache sein!

  4. Lolipop sagt:

    Geht es eigentlich wirklich nur um die Gesundheit der ErzieherInnen??
    Weiß eine Erzieherin nicht, dass es auch nach der Ausbildung kleine Stühle, viele und auch mal laute Kinder in ihrem Job gibt? Wenn mir das zu stressig ist, werde ich doch nicht ErzieherIn.
    Ich bin mir sicher, hier geht es um mehr Geld und nicht um die Gesundheit.

  5. Butterblümchen sagt:

    Warum eigentlich immer bei uns in Brüninghausen?? Erst wird die Grundschule dicht gemacht und nun wird unser Kindergarten bestreikt. Kann sich mal jemand produktiv für uns einsetzen? Wo sind denn die Ratsherren und Damen aus Brüninghausen??
    Lässt sich der Streik für nächsten Montag / Dienstag noch abwenden? Bitte, es geht doch zu Lasten unserer Kinder!!

  6. Susanne Mewes sagt:

    Es ist wirklich ausgesprochen traurig, dass die Grundschule in Brüninghausen zum Sommer geschlossen werden muss. Ich bedauere das sehr! Leider sind der Verwaltung der Stadt Lüdenscheid dabei wohl die Hände gebunden; leider gibt es da gesetzliche Vorgaben.
    Tja und zu den Streiks kann man nur raten VERDI die Türen einzurennen. Die Gewerkschaftler sollten überlegen, ob der Zeitpunkt für diese Streiks in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit günstig gewählt ist.
    Sicherlich gibt es beim Kinderbildungsgesetz (KiBiz) noch Handlungsbedarf und auch die Vergütung der Erzieherinnen und Erzieher darf diskutiert werden aber bitte nicht so! Die Kinder als „Druckmittel“ zu missbrauchen ist schäbig!

  7. Christoph H. sagt:

    Frau Mewes, Sie wollen damit doch nicht ernsthaft behaupten, dass Angestellte ihre Rechte, die ihnen durch das Grundgesetz eingeräumt werden, verzichten müssen - während die kommunalen Arbeitgeber darauf verzichten, zumindest die untersten Arbeitsschutzstandards zu garantieren?

  8. Totweilwegenpeng sagt:

    Man sollte sich einmal alle Seite zu Gemüte führen.
    Wir hätten auf der einen Seite ErzieherInnen, die zusammen mit der Gewerkschaft ver.di für bessere Bedingungen streiken. Natürlich weiß ein/e Erzieher/in worauf er/sie sich da einlässt, aber die Kleinen in live und Tag für Tag um sich zu haben ist dann sicherlich doch etwas anstrengender als erwartet (wie oben schon einmal angedeutet wurde, sind selbst Großeltern und Freunde von nur ein paar Tagen gestresst!) und dafür sollten sie wenn schon nicht im Budget, dann wenigstens in den Bedungungen entlohnt werden.
    Auf der anderen Seite stehen die Eltern, die sich neben ihrem Job um eine Notunterkunft für ihre Kinder kümmern müssen und total im Stich gelassen sind.
    Bleiben noch Politiker, die sich aus der Sache ganz rauszuhalten scheinen und statt den Streik durch Besserung der Bedingungen zu beenden die Eltern gegen die Gewerkschafter aufhetzen.
    DAS ist schäbig und grenzt an Manipulation!

  9. Florian H. sagt:

    Es ist unglaublich, dass ein ende der streiks-zumindest unter den jetztigen Umständen- gefordert wird. Es ist nicht in Ordnung, dass die Gewerkschaften hier in die Schußbahn geraten. Man sollte auch bedenken, dass in den Köpfen der Kinder unsere Zukunft liegt und sie somit optimal gefördert werden müssen. Diese Förderung kann aber nur von gut bezahlten motivierten Erzieherin geleistet werden, dazu ist eine Lohnerhöhung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen absolut notwendig. Deshalb sollte man lieber den Eltern diese Zusammenhänge erklären, anstatt gegen die Gewerkschaften zu hetzten. Sogar Ursula von der Leyen - die bekanntlich ihrem Verein angehört - hält die Anliegen der Erzieherinnen in der Tat für berechtigt.
    Natürlich ist es bedauerlich, dass die Streiks Jobs der Eltern gefährden, doch welche Partei steht für die Lockerung des Kündigungsschutzes??

  10. Susanne Mewes sagt:

    Mit den letzten drei Beiträgen sehen wir doch deutlich, wie wichtig den Genossen die Meinung von Eltern und Betroffenen ist. Da haben vorher betroffene Eltern ihr Leid geklagt und worauf gehen die Spezialdemokraten ein?? Auf einen politischen Schlagabtausch. ———- (vom Administrator gestrichen)
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil, denn auch ich habe geschrieben, dass es noch Handlungsbedarf beim Kinderbildungsgesetz (KiBiz) und der Vergütung der Erzieherinnen und Erzieher gibt.
    Die Frage ist, ob der Zeitpunkt (wirtschaftliche Lage) günstig gewählt ist und ob es richtig ist, die Kinder wie Spielbälle herumzureichen. Dazu die „eigentliche“ Friedenspflicht für den Gehaltstarifvertrag; mit dem Thema Gesundheit wird doch diese Friedenspflicht gerade geschickt umgangen.
    Etwas mehr Feingefühl, (bitte auch im Umgang mit Kindern und deren Eltern) und Verhandlungen könnten deutlich produktiver sein. Mit der Brechstange „Recht“ durchzusetzen hat noch nie wirklich gefruchtet.
    Außerdem sollte man sich hier einmal fragen, ob es sinnvoll ist, viel Geld in Schallschutz u.ä. zu stecken, dafür aber Arbeitsplätze riskiert, da bekanntlich die Kassen leer sind.
    Ein sinnvoller Ansatz wäre ausreichendes Fachpersonal in den Kitas, das würde auch den Lärmpegel senken. Hinter solch einer Forderung kann ICH, selbst ausgebildete Erzieherin, stehen!

  11. Administrator sagt:

    @ ChristophH. Ihr Kommentar wurde nicht veröffentlicht, da eine „Schlammschlacht“ mit persönlichen Angriffen auf der „Team-Lüdenscheid“ Seite nicht geduldet wird. Sachliche Diskussionen gerne!
    Leider konnte ihnen eine direkte Antwort per eMail nicht zugestellt werden (keine gültige eMail??)
    Sie dürfen sich gerne weiter mit Frau Mewes per Mail auseinandersetzen.
    http://www.team-luedenscheid.de/kandidaten/?view=13

  12. PeterchenPan sagt:

    Ne, was hab ich gerade im Radio hören müssen; die Gewerkschaft fordert 1000,- (!) Euro mehr im Monat…
    sorry, dafür fehlt mir das Vorstellungsvermögen! Was sind denn das für Forderungen?? Und ich denke hier sollte es um Gesundheit gehen. Kein Wunder, wenn sich die Tarifpartner da nicht näher kommen.
    Ich woll auch 1000 Euro mehr!!!

  13. MamaM. sagt:

    Es ist zum heulen! Es soll weiter gestreikt werden. Es ist ein echtes Drama für die Kinder und uns Eltern!

Eine Antwort hinterlassen

* Bitte beachten Sie, dass wir vulgäre Inhalte und nicht themenrelevante Beiträge usw. nicht veröffentlichen.