Ziele bei Infoveranstaltung zu „google” definiert Donnerstag, 25.06.2009

IT-Experte Jens Braeuker mit einem Teil der GästeBei der Infoveranstaltung der MIT Lüdenscheid (Mittelstandvereinigung der CDU) stellte MIT Vorstandsmitglied und IT-Experte Jens Braeuker gestern Abend den interessierten Besuchern die Datenschutzproblematik im Internet vor.

Hierbei standen vor allem der Welt-Informationskonzern google und sein neuer Dienst „google street view” im Fokus. Braeuker zeigte an einigen Beispielen live den technischen Hintergrund und das Angebot an Karten und Bildern.

Schnell entstand unter den Beteiligten eine lebhafte Diskussion über den Nutzen der Informationsdienste im Internet, aber auch den damit verbundenen Risiken. Denn wenn ein Partyfoto mit Namen versehen, nichts ahnend von Freunden im Internet veröffentlicht wird, kann da bei der nächsten Jobsuche schnell das Aus bedeuten.

Die Gefahr bei google und anderen Diensten liegt in der Anhäufung, jahrelangen Speicherung und vor allem Verknüpfung der Daten. Auch wenn für viele die google Dienste eine willkommene Bereicherung des Internets sind, besteht die Gefahr eines späteren Mißbrauchs. So wurde auch von Braeuker darauf hingewiesen, dass der Sieg des deutschen Datenschützers Casper aus Hamburg gegen google nur ein Teilerfolg ist. Auch wenn Casper dem Konzern die Vernichtung der bei google street view erzeugten Rohdaten abgerungen hat, ist eine Kontrolle des amerikanischen Konzerns nicht möglich.

Auch ein wichtiger Hinweis des Datenschutzbeauftragten der Stadt Lüdenscheid, Herr Jürgen Heimer, wurde aufgegriffen. Herr Heimer war an diesem Abend leider verhindert, hatte bei einem Gespräch im Vorfeld darauf hingewiesen, dass der Datenschutz auch zum Täterschutz mißbraucht werden kann. Bei seinen weiteren Ausführungen wies Braeuker darauf hin, dass die Einschränkung von Informationen auch schnell einer ungewollten Zensur gleichkommen kann. Daher ist der präventive Umgang mit persönlichen Daten die entscheidende Komponente für den Schutz der Privatsphäre.

Da Jugendliche auf aktuellen Portalen wie studi-vz und facebook unbekümmert ihre Daten ins Netz stellen, ohne sich Gedanken über die spätere Verwendung zu machen, wird die MIT Lüdenscheid hier tätig werden. Geplant ist eine Aufklärungskampagne die unter Einbeziehung der Verantwortlichen bereits in der Grundschule beginnen soll.

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