Die CDU in diesem Fall federführend die CDA Lüdenscheid (Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft) hat am heutigen Vormittag zur traditionellen Firmenbesichtigung mit Bernhard Tenhumberg (MdL) eingeladen.
Gastgeber war dieses Jahr die Strack Norma GmbH & Co. KG aus Lüdenscheid.
Neben Mitgliedern der CDA und Herrn Tenhumberg waren auch CDU Bundestagskandidat Dr. Matthias Heider, Bürgermeisterkandidatin Christel Gabler und weitere CDU Mitglieder der Einladung gefolgt. Begrüßt wurde die Gruppe durch die Herren Andreas Geyer, Gesellschafter der Strack Norma und Michael Lang, Mitglied der Geschäftsführung.
Herr Geyer berichtete von der 85-jährigen Geschichte des Unternehmens und vielen interessanten Stationen von einer reinen Handelsgesellschaft im Jahr 1924 über die Übernahme der Strack Norma durch den Lüdenscheider Werkzeugbau Geyer im Jahr 1981, dem Verkauf des Unternehmens an eine französische Gesellschaft 1996 bis zum Rückkauf der Firmenanteile durch die Familie Geyer und Konzentration auf den Standort Königsberger Strasse im Jahr 2009.
Beeindruckend war für die Beteiligten der Spagat des Unternehmens, höchste technische Entwicklungen für die Kunststoff- als auch für die Metallindustrie in einem umkämpften Markt anzubieten. So konnte durch die Konzentration auf den Standort Königsberger Strasse der Maschinenpark von 60 auf ca. 15 Bearbeitungszentren bei gesteigerter Leistung reduziert werden, bei 160.000 Artikeln die von weltweit 10.000 Kunden bezogen werden. Ermöglicht wurde dies durch eine komplette Sanierung des Standortes mit einem Invest von deutlich über 2 Millionen Euro. Wie Herr Geyer auch in seinen Worten bestätigte, „steht unser Unternehmen zum Standort Lüdenscheid”. Dies wird auch durch einen Leitsatz der Firmenphilosophie deutlich: „Wir wollen den Standort Deutschland als qualifiziertes Technologiezentrum sichern.”
Dies geht aber nicht durch den reinen Handel mit Normalien, sondern erfordert eine hohe technische Entwicklung und Umsetzung von Produkten. So wurde gerade vor kurzem eine besondere Entwicklung erfolgreich patentiert und in den Markt eingeführt. Möglich wird dies durch ca. 200 Mitarbeiter, davon 10 bis 12 Auszubildende. Weiterhin werden 17 Aussendienstler in Deutschland beschäftigt, die allezu Techniker und keine reinen Kaufleute sind, „nur so können wir unsere Kunden mit dem notwendigen Wissen versorgen” betonte Andreas Geyer.
Nach den Ausführungen zum Unternehmen entstanden weitergehende Diskussionen, so zu den Themen Ausbildung, Schulsystem und Patentschutz. Bei letztem Thema waren sich Andreas Geyer, Dr. Heider und MIT-Kreisvorsitzender Ralf Schwarzkopf einig: hier muss noch einiges geschehen. 15 Jahre (!) Laufzeit für eine Patentklage sind nicht hinnehmbar. Hier müssen Termine schneller gemacht und die Richter mit mehr Wissen zu den Fachthemen ausgestattet werden.
Bei der abschließenden Betriebsbesichtigung konnten sich alle Teilnehmer von der modernen Ausstattung und dem gelungenen Umbau überzeugen.


