Antrag der CDU-Fraktion als Chance für den Stadtteil Rathmecke/Dickenberg Freitag, 15.07.2011

Noch vor zwei Wochen waren sich die schulpolitischen Sprecher auf einer interfraktionellen Sitzung einig, dass aufgrund der sinkenden Kinderzahlen eine weitere Grundschule im Lüdenscheider Stadtgebiet aufgegeben werden muss. Die im Gutachten von Dr. Garbe vorgelegten zukünftigen Schülerzahlen sprechen hier eine eindeutige Sprache.
Ebenso herrschte Einigkeit über den betroffenen Schulstandort. Der Stadtteil Rathmecke/Dickenberg, als äußerster Stadtteil Lüdenscheids, hat leider bei dieser notwendigen Maßnahme das Nachsehen. Allen Politikern war klar, eine Stadt entwickelt sich von innen nach außen und im Umkehrschluss schrumpft eine Stadt von außen nach innen.

Das sich nun Wiederstand in dem betroffenen Stadtteil regt ist verständlich und für alle nachvollziehbar!

Die CDU hat daraufhin einen Gedanken der letzten Stadtteilkonferenz aufgegriffen und möchte nun prüfen lassen, ob ein privater Träger für die Hermann-Gmeiner-Grundschule am Dickenberg zur Verfügung stehen würde und den weiteren Betrieb an diesem Standort übernehmen könnte. Ein privater Träger (z.B. Waldorfschule, Montessori, kirchliche Träger o.ä.) würde seine potentiellen Schüler weit über den Stadtteil hinaus akquirieren. Hierdurch könnte der Standort unseres Erachtens langfristig gesichert werden und beide Grundschulstandorte erhalten bleiben. Betroffene Familien im Stadtteil Rathmecke/Dickenberg könnten dadurch eine Wahlmöglichkeit der Grundschulform bekommen. Dies verstehen wir als Chance für diesen Stadtteil!

11 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. U. Meyer sagt:

    Jungsozialist Fabian Ferber springt fast jedes Mal, wenn die CDU-Ratsfraktion einen Antrag stellt, wie ein Kastenteufel aus seiner Kiste, um CDU-Schelte zu betreiben. Jetzt spielt die CDU-Fraktion mit ihrem Antrag zur Zukunft der Hermann-Gmeiner-Grundschule am Dickenberg angeblich ein „Foulspiel“.

    Was ist so falsch daran, sich um die Zukunft eines Schulstandortes und damit um die Zukunft eines Stadtteils Gedanken zu machen? Was ist so falsch daran, eine freie Schulträgerschaft ins Gespräch zu bringen? Was ist so falsch daran, die Stadt aufzufordern, die Möglichkeiten auszuloten? Sie hat es ja bisher nicht getan.

    Fabian Ferber lässt nur Gedanken zu, die nach seiner Sichtweise aus der richtigen Ecke kommen. Allen anderen Denkansätzen erteilt er von vornherein ein Denkverbot. Weder die großen griechischen Philosophen Platon und Aristoteles haben jemals das Denken verboten noch haben sie eine Überprüfung eines Gedankens verhindert. Fabian Ferber, sic tacuisses philosophus manisses!
    („Wenn du geschwiegen hättest…..“ – Sinnspruch nach Boethius)

  2. Susanne Mewes sagt:

    Eine Aufstachelung der Stadtteile hat sicherlich nicht die CDU verschuldet! Die CDU hat einen kreativen Gedanken aufgeworfen, den es zu prüfen gilt. Gevelndorf wäre durch die Schule eines freien Trägers nicht gefährdet; der Dickenberg hätte allerdings eine Chance als Schulstandort erhalten zu bleiben. Eltern haben für eine private Schule immerhin die Wahlfreiheit! Schüler aus ganz Lüdenscheid oder gar angrenzenden Städten wären sicherlich ein Gewinn für den Stadtteil; vielleicht sogar, je nach Schulträger, ein Anreiz dorthin zu ziehen.

    Die Verunsicherung der Eltern der betroffenen Stadtteile wurde nicht zuletzt durch eine Indiskretion aus Reihen der Politik verschuldet. Umso unverständlicher für mich, der Verwaltung seitens der SPD einen Vorwurf zu machen, die Eltern nicht rechtzeitig informiert zu haben; so geschehen in der letzten Sitzung!

    Aller Konsens, der anfangs in allen Parteien zu dieser Schulfrage bestand, wird durch solche Vorwürfe und öffentliche Äußerungen in der Presse, wie die von Herrn Ferber, vergiftet.

    Politisch taktische Spielchen auf den Rücken betroffener Stadtteile und der dort lebenden Familien auszutragen ist schäbig!!

  3. Igelchen sagt:

    besser eine private schule als keine schule

  4. ein Leser sagt:

    Warum darf sich Herr Ferber eigentlich zu dem Thema äußern?? Meines Wissens ist er weder im Schulausschuss noch im Fraktionsvorstand seiner Partei.
    Da seine unsachlichen Leserbrief bekannt sind, sollte ihn die SPD mal besser informieren.
    Wer eine, bis zum heutigen Tage, sachliche Diskussion so im Keim erstickt ist für eine Partei eigentlich nicht tragbar!

  5. Frank W. sagt:

    Die Politik sollte ihre Energie darauf verwenden der sinkenden Einwohnerzahl der Stadt Einhalt zu gebieten, dann müssen auch keine Schulen geschlossen werden.

  6. Fabian Ferber sagt:

    Ihr Vorschlag suggeriert die tatsächliche Option, dass beide Schulstandorte beibehalten werden können. Und genau diese Suggestion ist es, die Begehrlichkeiten weckt, die nicht erfüllt werden können. In diesem Artikel wird die ursprüngliche Ausgangslage doch zutreffend beschrieben. Wenn nun tatsächlich ein freier Träger gefunden für die Hermann-Gmeiner-Schule gefunden werden könnte, hätte das aufgrund der Schülerzahlen auch unweigerlich Folgen für die GS Gevelndorf - die in dem Fall, in dem dann auch keine Schulkinder aus dem Bereich Rathmecke/Dickenberg zur GS Gevelndorf kämen, einzügig bliebe und somit aufgrund der bekannten Kriterien der Schulaufsicht geschlossen werden müsste.

    Aufgrund der Tatsache, dass Schulen unter freier Trägerschaft in der Regel beitrags-/gebührenpflichtig sind, ist aber davon auszugehen, dass diese von Ihnen aufgeworfene Alternative von einigen Eltern gar nicht in Anspruch genommen wird bzw. gar in Anspruch genommen werden kann. Und genau das ist doch das Foulspiel: Sie eröffnen eine Option, die für die Eltern am Dickenberg auf den ersten Blick attraktiv erscheint - am Ende entsteht eine neue Grundschule in dem Bereich, die von einem Teil der dort wohnenden Schülerschaft gar nicht besucht wird.

    Die Situation ist heikel genug, da taugen diese Vorschläge doch tatsächlich nur, um die eine gegen die andere Seite aufzuwiegeln - anstatt dafür zu sorgen, dass alle an einem Strang ziehen.

  7. Susanne Mewes sagt:

    Lesen Sie einmal Ihren eigenen Kommentar, Herr Ferber; Sie wiedersprechen sich doch selbst. Auf der einen Seite bekommt die freie Schule so viele Kinder, dass eine andere schließen muss und dann argumentieren Sie wieder, die private Schule könne sich keiner leisten… - ja was denn nun?

    Spielen Sie doch mal den Gedanken durch, es würde sich ein Träger z.B. für eine Waldorfschule finden. Übrigens erfreut sich der Lüdenscheider Waldorfkindergarten höchster Beliebtheit!! ALLE Eltern aus Lüdenscheid hätten die freie Wahl ihre Kinder dort hinzuschicken. (Auch die Familien von der Rathmecke/Dickenberg) Auch für die angrenzenden Nachbarstädten und Gemeinden könnte dies ein attraktives Angebot sein. Keine andere Schule müsste deswegen ihre Pforten schließen.

    Fragen Sie doch mal in Ihrer Partei nach, wer einen Fragenkatalog ins Spiel gebracht hat, um die Vorteile der einen gegen die Nachteile der anderen Schule aufzuzeigen. DAS wiegelt auf.
    Der gleiche Strang von dem Sie sprechen war bis zu diesen „Querschlägern“ Ihrer Fraktion eigentlich längst Konsens!

  8. Anke sagt:

    Ich denke wir Eltern werden unterschätzt. Wir können sehr wohl verstehen, wenn von einer Möglichkeit (einem Prüfauftrag) gesprochen wird. Von Suggestion kann hier keine Rede sein.
    Es ist schön zu sehen, dass wenigsten eine Partei bemüht ist nach Möglichkeiten zu suchen und seien diese noch so gering.

  9. PussyC sagt:

    Eine private Schule ist immerhin besser als keine Schule.

  10. Schilling sagt:

    Ich finde, dass der Vorschlag einer freien Trägerschaft durchaus “Potenzial” hat.

    - Lüdenscheid wird als facettenreicher Schulstandort für Berufspendler als Wohnstandort interessanter (gerade in den “ausblutenden” Stadtbezirken).
    - Gerade Waldorf und Montessori-Schulen vermögen darüber hinaus, Schüler auch von weiter weg zu ziehen, so dass dies nicht zu Lasten der Grundschule Gevelndorf geschieht.

    Was mich persönlich wütend macht: Seit dem vergangenen Oktober dürften die Anmeldezahlen bekannt sein - warum wird jetzt kur vor dem Sommer ein derartiger Hick-Hack mit dem Resulat einer “sofortigen Aufgabe” eines Standortes vollzogen?
    - welche Anstrengungen hat Herr Ferber denn unternommen, um Schulstandorte zu erhalten?

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